Die Kaufkraftparitätentheorie

Der Wechselkurs zwischen zwei Währungen kann sich durch Kaufkraftverschiebungen zwischen den Ländern ändern. Wenn ein gewisser Warenkorb in einem Land teurer wird und der gleiche Warenkorb in einem anderen Land vom Preis her gleich bleibt, oder sogar günstiger wird driftet die Kaufkraft auseinander. Würde der Wechselkurs gleichbleiben, würde es Arbitrage Möglichkeiten geben. Daher müssen sich die Wechselkurse der jeweiligen Kaufkraft bzw. des jeweiligen Preisniveaus angleichen.
Abnehmender Kaufdruck führt dabei zur Abwertung der Währung. Zunehmender Kaufdruck führt zur Aufwertung der Währung.

Die Zinsparitätentheorie

Bei der Zinsparitätentheorie geht man davon aus, dass unterschiedliche Zinsniveaus ausschlaggebend sind, dass sich Wechselkurse ändern können. Diese ändern sich aufgrund von Renditeabsichten von Spekulanten. Wenn das Zinsniveau innerhalb eines Landes sehr hoch ist, ist das Spekulieren mit dieser Währung, oder auch das Parken von Cashbeständen in der Währung attraktiv. Während Kredite teuer sind, ist die Geldanlage jedoch mit einem recht hohen ROI ausgezeichnet.
Oftmals entstehen dann sogenannte Carry Trades. Geld wird dann in Niedrigzins-Ländern geliehen und in Hochzins-Ländern angelegt. Die massive Nachfrage führt zur Aufwertung der Währung.

Inflationsrate

Eine hohe Inflationsrate, also ein hoher Preisanstieg im Inland führt zu einem Wettbewerbsnachteil für Unternehmen im Inland gegenüber Unternehmen im Ausland. Der Import steigt demzufolge an und die Nachfrage nach fremder Währung nimmt zu. Fremdwährungen werden dann im Vergleich zur inländischen Währung aufgewertet.

Außenhandelsbilanz

Übersteigt der Wert aller Importe den der Exporte führt dies zu einer verstärkten Nachfrage nach Fremdwährung. Darauf folgt eine Abwertung der inländischen Währung. Ein positiver Saldo bewirkt ein erhöhtes Angebot an Fremdwährung. Das hat zur Folge, dass die Fremdwährung abgewertet wird und die inländische Währung demzufolge aufgewertet wird.

Hedger

Hedger sichern sich gegen das Währungsrisiko ab. Heute ist der Preis für die Währung bekannt. Der Preis in der Zukunft ist unbekannt. Der Hedger kauft die Währung zum gegenwärtigen Preis, welche er in der Zukunft benötigen wird. So kann der Hedger besser kalkulieren und sichert sich gegen teurere Einkaufskurse in der Zukunft ab. Auch gibt es Hedger, die Aktienpositionen in Fremdwährungen absichern möchten, um Währungsrisiken auszublenden.

Renditeabsichten von Spekulanten an Wechselkursveränderungen

Spekulanten spekulieren auf eine Abschwächung bzw. Verbesserung der volkswirtschaftlichen Situation einer Volkswirtschaft. Die spekulative Kraft beschleunigt durch erhöhten Angebots-/ Nachfragedruck die Wechselkursveränderungen. Auch wenn Spekulanten auf reale Ereignisse spekulieren, nehmen sie den Hauptgrund für Wechselkurs veränderungen wahr. Denn der Anteil an Devisenumsätzen, die den Warentausch beinhalten, beträgt nur noch ca. 0,05%. Alle “sonstigen” Devisenumsätze sind reine Spekulation.